Reise- / Fotoblog

AUSTRALIEN-REISE


10. Dezember 2018

… und dann war es plötzlich soweit! Wir starteten unsere langersehnte 42-tägige Rundreise an die Ostküste nach Australien. Mit dem Airbus A380 der Singapur Airlines hoben wir pünktlich um 10:35 Uhr am Flughafen in Kloten ab. Der knapp 12-stündige Flug nach Singapur, wo wir einen 2-tägigen «Stopover» einlegten, verging sehr schnell...

Von:

Nach:

Airlines:

Flugzeug:
Dauer:

Zurich (ZRH)

Singapurs (SIN)

Singapore Airlines

Airbus A380-841

11h 17min


mehr Flugdaten:


STOPOVER In SINGAPUR

11. Dezember2018

Nach einem angenehmen und ruhigen Flug erreichten wir gegen 06:00 Uhr den Flughafen Changi Airport von Singapur. Nach den obligatorischen Einreiseformalitäten machten wir uns mit dem Strassennetz vertraut. Da in Singapur alles sehr gut mit der U-Bahn vernetzt ist, erreichten wir bereits nach kurzer Dauer das Hotel «Park Regis», welches uns von Andi und Monika empfohlen wurde. Sie übernachteten hier vor rund 2 Jahren, als sie Corinne in ihrem Austauschsemester besucht hatten. Trotz den dicken Wolken war es mit einer Luftfeuchtigkeit von über 70% sehr tropische 31 Grad heiss. An diese hohen Temperaturen muss sich der Körper definitiv zuerst gewöhnen. Derweilen es in den Schweizer Bergen ein erstes mal so richtig geschneit hatte. Wie es wohl sein wird, das erste Mal Weihnachten ohne Schnee zu feiern? Wir entschlossen uns als erstes den sehenswerten 74 Hektar grossen botanischen Garten zu besuchen. Besonders beeindruckend ist der bunte «Orchid Garden». Dieser Orchideengarten in Singapur ist nämlich der grösste der Welt. Am Nachmittag hatten wir dann bald einmal mit dem Jetlag zu kämpfen. Nach einem kurzen Besuch im Shopping Center des berühmten Marina Bay Sands Hotel entschieden wir uns wieder zurück zum Hotel zu gehen, um unser Zimmer zu beziehen. Nach einem Power-Nap und einer kühlen Dusche war die Müdigkeitskrise überwunden und wir suchten uns im nebenan gelegenen Clarke Quay ein Restaurant. Am Abend besuchten wir noch den Gardens of the Bay, wo eine fantastische Lichtshow stattfindet. Die 25 bis 50 Meter hohen «Supertrees» sind nicht nur spektakulär zum Ansehen, sondern dienen unter anderem der Aufzucht von seltenen Pflanzen. Mittels Photovoltaik wird Elektrizität für Beleuchtung und Kühlsysteme gewonnen und Niederschläge werden zur Bewässerung der Pflanzen gesammelt. Zwei der Türme werden mit einem «Skyway» verbunden. Leider war es für einen Besuch zu spät, denn dieser schlisst bereits um 21:00 Uhr. So bummelten wir noch durch das kleine Weihnachtsdorf, bevor wir gegen 23:00 Uhr müde ins Hotel zurück kehrten. 


12. Dezember 2018

Nach nur einer Nacht in diesem Hotel, hiess es heute früh wieder Koffer packen und auschecken. Zu Fuss machten wir uns auf in Richtung «Buddha Toot Rellic Temple». Wirklich ein wunderschöner Tempel. Toll fand ich, dass es am Eingang für unpassend gekleidete Leute Tücher gab, die man sich um die Schultern legen konnte bzw. als Rock nutzen konnte. Von Chinatown ging es mit der Metro weiter nach Little India. Hier in Singapur erreicht man in wenigen Stationen die verschiedensten Viertel. Sowohl Chinatown, wie auch Little India werden geprägt durch die Kultur der dort wohnenden Menschen. Und weitere zwei Metrostationen ist man wieder in einer völlig anderen Welt. Hier bei der Station Promenade findet man riesige Einkaufzentren - Die Läden drin eher europäisch. So findet man hier neben Pizzerias auch ein Marche Restaurant von Mövenpick (mit einer Schweizer Kuh am Eingang). Auch interessant fanden wir den Superpark Singapur. Ein finnische Erfindung? Den hier sind mehrere Finnland Flaggen abgebildet. Vom einen riesigen Einkaufszentrum geht es weiter in das nächste riesige Einkaufszentrum. Ein wahres Shopping Paradies. Allerdings waren wir ja nicht für das nach Singapur gekommen. So besuchten wir nur wenige Shops und erreichten schon bald die Waterfront Promenade. Hier hat man die perfekte Aussicht auf die Skyline von Singapur. Wir machten einen kurzen halt um unser Mittagessen aus dem Supermarkt zu geniessen und ein paar schöne Fotos zu schiessen. Wir wollten heute aber ja noch auf den «SkyWalk» für den es gestern nicht mehr gereicht hatte. Kaum am Eingang zum Garden of the Bay fing es an zu Regnen. Wir hatten Glück, denn am Eingang waren wir noch in einem überdachten Bereich, wären wir früher in den Garten wäre es deutlich schwieriger gewesen einen Unterschlupf zu finden. Was man auch merkte, als viele klatschnasse Leute  zu gerannt kamen. Wir entschieden uns aufgrund dessen, erst einmal wieder in das Shopping Center zu gehen, um neu zu planen. Allerdings mussten wir erst 90 Meter durch den Regen. Kein Problem dachten wir, ist ja nicht weit – Das schaffen wir! Achtung, fertig, los …  und naja, wir sind angekommen, allerdings trotz der kurzen Distanz richtig durchnässt, denn das was hier vom Himmel kommt ist ein richtiger «Wasserfall». Da der Regen nicht wirklich nachlässt, müssen wir leider eine Variante finden wie wir Singapur bei Regen erkunden können. Wir fuhren also mit der Metro bis Downtown und suchten uns einen trockenen Weg durch die Innenstadt. Gegen Abend lässt der Regen etwas nach. Also besuchten wir noch den Merlionbrunnen ein weiteres Wahrzeichen von Singapur und machten noch unsere letzten Fotos dieser schönen Stadt. Nach dem Nachtessen in einem der Shopping-Center ging es wieder zurück in unser Hotel, holten unsere Koffer und machten uns auf den Weg an den Flughafen. Wir verabschiedeten uns bereits wieder von Singapur! Da wir noch gut drei Stunden Zeit hatten, besuchten wir noch den «Butterfly Garden» in dem man facettenreiche, bunte Schmetterlinge bestaunen kann. Der deutlich kleinere Airbus der Fluggesellschaft Silk brachte uns nach Cairns.


Chinatown




13. Dezember 2018

ANKUNFT IN Cairns

Wir hatten uns bereits gut an die Zeitumstellung gewöhnt und konnten während des Nachtflugs schlafen. Gegen 10:00 Uhr trafen wir in Cairns ein. Das Wetter etwas bewölkt aber sommerliche 32 Grad warm. Nach einer gut 20-minütigen Taxifahrt erreichten wir das «Sea Point On Trinity Beach». Unser Appartement für die nächsten zwei Tage liegt im 3. Stock, mit bester Aussicht auf den Pool. Nach einem kurzen Abstecher im Supermarkt, genossen wir ein reichhaltiges Mittagessen in unserem gemütlichen Appartement. Hier ist das Klima deutlich angenehmer, da es nicht mehr so tropisch ist und ein leichter Wind geht. Gegen 15:00 Uhr begaben wir uns an den Trinity Beach, der direkt vor dem Hotel liegt. Aufgrund der Warnschilder von Krokodilen und Stachelrochen haben wir aufs Schwimmen verzichtet. Wir bummelten dem Strand entlang. Es war nicht viel los hier, so kehrten wir bereits gegen 18:00 Uhr zu unserem Hotel zurück. Wir planten unsere Reise für morgen.



14. Dezember 2018

KURANDA

Der Jetlag ist doch noch etwas spürbar, so erwachten wir bereits um 05:00 Uhr. Wir hatten noch genügend Zeit die Einträge in unserem Tagebuch fertig zu schreiben und ein erstes Mal unsere Wäsche zu waschen. Für den heutigen Tag haben wir einen Tagesausflug nach Kuranda gebucht. Um 9 Uhr holte uns der Shuttle Service ab und brachte uns zur Skyrail Station. Der Skyrail Rainforest Cableway ist eine 7.5 Kilometer lange Seilbahn. Von Smithfield Terminal nach Kuranda Terminal dauerte es ungefähr 1.5 Stunden. Wir waren froh ist es heute nicht ganz so heiss. Die Eindrücke und das Panorama, die man über Wälder und Schluchten schwebend mitnimmt, sind unvergesslich! Dies ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Endstation war Kuranda, ein herziges Touristendorf in Mitten des Regenwaldes. Hier gibt es mehrere Märkte und Kunstläden. Ausserdem kann man einen Vogelpark, eine Schmetterlingsaufzucht und ein Koala-Garten besuchen. Wir entschieden uns für den Vogelpark. Bereits beim Eingang wurden wir gewarnt, das manche Papageien etwas zu zutraulich sind und ihre harten Schnäbel auch vor fremden Eigentum nicht halt machen. Wir stellten dies kurz darauf selbst fest. So entschieden wir uns, die beiden Rucksäcke sowie das teure Kameraequipment beim Eingangsbereich zu deponieren. Das Käfig ist relativ klein für diese Anzahl von Vögeln. Die über 400 verschiedene Vögel können jedoch frei darin herumfliegen. Wir picknickten in einem ruhigen und idyllischen Park und machten uns danach auf einen 3km langen Pfad durch den Regenwald. Pünktlich erreichten wir den Bahnhof, wo die Retro-Eisenbahn bereits auf uns wartete. Die knapp 2-stündige Retourfahrt führte durch eine märchenhafte Landschaft aus üppigem Grün und exotischen Tierlauten. Auch hier hatten wir die Möglichkeit, kurz auszusteigen und einige Fotos vom Barron Wasserfall zu schiessen. Aufgrund der langen Trockenzeit hatte er jedoch nicht viel Wasser. Da wir bereits gegen 16:00 Uhr zurück im Hotel waren, entschieden wir uns noch die Stadt Cairns zu besuchen. Wir bummelten der Strandpromenade entlang und suchten ein Restaurant auf, wo wir den Abend ausklingen liessen.



15. Dezember 2018

DURCH DEN TROPENSTURM - NACH TOWNSVILLE

Gegen 09:00 Uhr checkten wir in unserem Hotel aus und begaben uns auf die abenteuerliche Reise Richtung Flughafen. Da der Flughafen in Cairns seit 2008 privat geführt wird, gibt es keine Öffentliche Verkehrsmittel, die dorthin führen. Die Taxifahrt nach Cairns kostete uns knappe 60 AUS, weshalb wir uns für den Bus an die nächstgelegene Haltestelle entschieden. Das Wetter war zu Beginn ziemlich freundlich, doch das kehrte schlagartig. Aufgrund des Sturzregens suchten wir in einem kleinen Auto-Shop Unterschlupf. Wir fragten die Verkäuferin, ob sie uns ein Taxi an den Flughafen bestellen könne? Ein freundlicher Mann bot uns darauf hin an uns mitzunehmen. Das Angebot nahmen wir dankend an und so kamen wir einigermassen trocken bis zum Flughafen. Der Regen wurde stärker und stärker. Wir meldeten uns am Schalter der Autovermietung Hertz, um unser Mietauto abzuholen. Sie warnten uns, dass wir bei diesen Wetterverhältnissen sehr vorsichtig fahren müssen, da es bei solchen Regenfällen häufig zu überfluteten Strassen komme. Falls eine Strasse gesperrt sein sollte, müssen wir sofort umkehren. Mit dem sei nicht zu spassen! Mit einem zugegebenermassen mulmigen Gefühl stiegen wir in unseren silbrigen SUV der Marke Mitsubishi. Hinzu kam das «verkehrte» Autofahren für uns Schweizer. Linksfahren und Steuerrad auf der rechten Seite. Doch das klappte eigentlich ziemlich gut. Nur der Blinker wurde anfangs oft mit dem Scheibenwischer verwechselt, da auch dies mühsamerweise umgekehrt ist. Die grösste Herausforderung des heutigen Tages stellte jedoch das Wetter dar. Denn der Regen wollte nicht nachlassen. Die Strassen waren zum Glück noch befahrbar. Wir entschieden uns die 350km lange Strecke ohne Zwischenstopps durchzufahren. Nur ein kleiner Zwischenhalt bei einem Supermarkt in Innisfail für einen Mittagsnack gönnten wir uns. Nach einem etwas ungemütlichen Mittagessen im Auto nahmen wir das letzte Stück bis nach Townsville in Angriff. Der Regen liess leider nicht nach. Wir waren überglücklich, dass wir die Strecke ohne überflutete Strasse hinter uns brachten. Die nächste Nacht verbringen wir im Hotel «Aquarius on the Beach». Wir haben ein Zimmer hoch oben im 11. Stock mit einem niedlichen Balkon. Die Aussicht auf die Strandpromenade und das weite Meer wäre von hier aus traumhaft. Leider haben wir ziemlich Pech mit den Wetterverhältnissen zu Beginn unserer Reise. Wir hoffen, dass sich dies in den nächsten Tagen ändern wird.  


16. Dezember 2018

REEF HQ - GREAT BARRIER REEF AQUARIUM

Das Wetter hier in Australien spielt leider nicht mit. Wie meistens in unseren gemeinsamen Ferien… Schade! Wir planten deshalb das Programm für den heutigen Tag um. Townsville bei diesem regnerischen und trüben Wetter zu erkunden, macht keinen Spass. Wir besuchten deshalb das «The Great Barrier Reef’s Aquarium». Kurz nachdem das Aquarium seine Türe öffneten, konnten wir die Daily Dive Show bestaunen. Der Taucher machte uns mit den bekanntesten Meerestieren in Australien vertraut. Da von November bis Mai die «Stinger season» ist, sollte man gut aufpassen wenn man sich ins Meer begibt. Es wurde darauf hingewiesen, dass ein Stingeranzug uns insbesondere geschlossene Wasserschuhe hier von Vorteil sind. Besonders beeindruckend war die Turtle Hospital Tour. Hier werden erkrankte Schildkröten aufgenommen und wieder gesund gepflegt. Ziel ist es, die weitgehend durch menschliche Einwirkung erkrankten Tiere so weit zu kurieren, um sie eines Tages wieder ins Meer zurückführen zu können. Bereits 13 Schildkröten konnten sie dieses Jahr retten. Eindrücklich, die Schildkröten legen bis zu 130 Eier, aber nur eine von ihnen wird zwischen 35 und 50 Jahre alt. Die restlichen sterben bereits auf dem Weg zum Meer oder werden von anderen Lebewesen gefressen. Als wir gegen 13:00 Uhr in Townsville losfuhren, zeigte sich die Sonne.. aber dies war es dann auch schon wieder. Die dreistündige Autofahrt nach Airlie Beach war auch heute getrübt von flutartigen Regenfällen. Extrem was dieser Sturzregen hier alles anrichten kann. Teilweise waren ganze Felder überflutet. Wir hatten aber auch heute Glück und erreichten Airlie Beach gegen 16:00 Uhr. Die nächsten drei Nächte übernachten wir in einem der beliebten Eco Cabins. Diese Unterkunft bietet eine einzigartige Wildnis-Erfahrung in einem ruhigen, australischen Buschland. Das Bungalow wurde mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Ein Willkommens Champagner stand ebenfalls bereits im Kühlschrank bereit! Enjoy it.


17. Dezember 2018

AIRLIE BEACH

Da das Wetter heute Vormittag leider immer noch sehr durchzogen war, verschoben wir den einzigartigen Rundflug über die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef auf Dienstag. Währendem wir in unserem Bungalow gemütlich frühstückten, hielten wir Ausschau nach Kängurus. Leider jedoch ohne Erfolg. So machten wir uns gegen 09:00 Uhr auf nach Airlie Beach, um das Touristenstädtchen zu erkunden. Zu Fuss bummelten wir durch die Einkaufsgassen. Die Wirtschaft in Airlie Beach beruht hauptsächlich auf Tourismus und ist vor allem bei Rucksacktouristen ein sehr beliebtes Reiseziel. Entlang der Hauptstrasse befinden sich unzählige Reisebüros die eintägige- oder auch mehrtägige Segeltrips zu den Inseln anbieten. Inmitten des Stadtkerns befindet sich ein schöner und kostenloser Salzwasserpool (Airlie Beach Lagoon) mit Blick aufs Meer. Der Pool lädt zum Verweilen ein. Wir picknickten an einem schönen Schattenplätzchen unter den Palmen. Da es leider wieder zu regnen begann, verbrachten wir den Nachmittag mit shoppen. Gut ausgestattet mit einer neuen Sonnenbrille und geschlossenen Badeschuhen sind wir nun bereit für unsere Tour von morgen. Gegen 16:00 Uhr kehrten wir zu unserer Unterkunft zurück um nochmals nach Kängurus Ausschau zu halten. Und siehe an es hat sich gelohnt.. das erste Känguru hüpfte vor unserer Unterkunft durch. Da Kängurus insbesondere nachtaktiv sind, entschieden wir uns heute Abend selbst zu kochen und auf der Veranda zu essen. Gut eingesprüht mit Mückenspray beobachteten wir die zahlreichen Tiere. Ein Wallaby traute sich ganz nah an unsere Veranda. Wie niedlich diese kleinen Beuteltiere sind. 



18. Dezember 2018

WHITSUNDAY

Endlich! Die Sonne kam zum Vorschein. Perfekt für unseren Rundflug von heute. Um 8:45 Uhr war unser Treffpunkt am Whitsunday Airport. Dort wurden wir freundlich begrüsst und erhielten Instruktionen zum bevorstehenden Flug. Kurz darauf konnten wir zusammen mit einer chinesischen Familie in das kleine Wasserflugzeug einsteigen. Nachdem der Pilot alle Checks am Flugzeug vorgenommen hatte, startete er den Motor und rollte los Richtung Startpiste. Mit Leichtigkeit hob das Flugzeug ab und wir flogen über das türkisblaue Meer und die zauberhafte Landschaft der Whitsunday Islands. Nach einem malerischen Flug über den wirbelnden Sand von Hill Inlet, erreichten wir Whitehaven Beach. Ein traumhaft schöner Strand. Mit einem Quarzgehalt von nahezu 99% gilt er als einer der weissesten Strände der Welt. Manche bezeichnen ihn sogar als den schönsten Strand der Welt. Da unser Flugzeug auf Wasser landen kann, machten wir hier einen ersten Zwischenhalt. Der Pilot teilte uns mit, dass wir hier eine Stunde Aufenthalt hätten. Wir schossen einige Fotos und liefen den weissen Sandstrand entlang. Einfach nur WOW! Leider mussten wir diesen bezaubernden Ort schon bald wieder verlassen. Hier könnte man gut auch den ganzen Tag verbringen. Nun war es aber an der Zeit für das nächste Highlight. Wir flogen weiter und steuerten auf das Great Barrier Reef zu. Was für ein Anblick! Der Pilot drehte zwei Runden über dem berühmtesten Reef, dem Heart Reef. So konnte jeder das perfekte Foto vom Reef in Herzform schiessen. Anschliessend bereiteten wir uns für die nächste Wasserlandung vor. In der Hardy Lagoon steht ein bereitgestelltes Boot. Nach Ankunft an der Lagune gingen wir an Bord. Während wir die «Stingersuits» anzogen, brachte uns der Pilot (jetzt also auch Bootscaptain) zum Reef, um dieses von ganz nah zu erleben. Wir erhielten zusätzlich Flossen und Taucherbrille mit Schnorchel. Und dann ab ins Wasser. Wir liessen uns beide das atemberaubende Erlebnis nicht entgehen.  Das Reef so nah zu erleben ist eine unglaubliche Erfahrung. Diese Unterwasserwelt brachte uns zum Staunen. Nach einer weiteren Stunde Aufenthalt am Reef, kehrten wir zu unserem Wasserflugzeug zurück und begaben uns auf den Rückflug. Mit strahlenden Gesichtern landeten wir am Whitsunday Airport. Ein unvergessliches Erlebnis, was uns diese Tour bot. Den Rest des Tages gingen wir dann etwas gemütlicher an. Von unserer Veranda aus, beobachteten wir erneut die Tierwelt. Wären da nicht die lästigen Mücken. Nach dem Eindunkeln schauten wir uns die Videos und Fotos des heutigen Tages an und schrieben den Eintrag in unserem Travelblog. Besonders gefreut hat uns wieder der Besuch der Kängurus.


19. Dezember 2018

ZU DEN CEDAR CREEK FALLS und weiter nach Seaforth

Nachdem wir unsere Siebensachen zusammen gepackt hatten, verabschiedeten wir uns von diesem wunderschönen Plätzchen in Cannonvale, ca. 10 km von Airlie Beach entfernt. Auch ein Wallaby zeigte sich nochmals, als ob es sich ebenfalls von uns verabschieden wollte. Bisher war dies der schönste und erholsamste Ort. Wenn man eine Reise an die Ostküste Australiens plant, sollte man hier unbedingt 2-3 Tage einplanen. Auf dem Weg zu unserem nächsten Etappenziel Seaforth machten wir einen kurzen Halt am Cedar Creek Fall. Der dreistufige Wasserfall ist nur ca. 20 Meter vom Parkplatz entfernt und gut zu Fuss erreichbar. Aufgrund des starken Regens in den letzten Tagen hatte der Wasserfall genügend Wasser, um eine erfrischende Abkühlung zu nehmen. Diese Gegend erinnerte uns an den Fango in Korsika. Ein nicht sehr touristischer Ort aber dennoch wunderschön und sehr idyllisch. Insbesondere Einheimische, die hierher kamen um zu Picknicken, genossen die Ruhe. Für uns war es noch zu früh um unseren Lunch zu uns zu nehmen, weshalb wir weiter fuhren. Die heutige Fahrt dauerte nicht lange. Bereits gegen 11:00 Uhr checkten wir in unserem nächsten Appartement «Seaforth Holiday Unit» ein. Nach einem einfachen Mittagessen mit Brot, Schinken und Cherrytomaten begaben wir uns an den weiten Strand von Seaforth. Aufgrund der hohen Temperaturen von über 34 Grad kehrten wir bald wieder in unser klimatisiertes Appartement zurück, um uns etwas auszuruhen. Morgen müssen wir früh raus, da wir den Sonnenaufgang am Kängurustrand beobachten möchten. Als es etwas abgekühlt hatte, begaben wir uns auf eine gemütliche Velotour. Wir konnten die Velos direkt bei unserer Unterkunft ausleihen. Entlang eines Campingplatzes und einer Wohnsiedlung mit zahlreichen bewohnten Ferienhäuser fuhren wir weiter durch einen kleinen Wald. Ab und zu huschte ein Känguru an uns vorbei. Am Ende des Weges machten wir einen kleinen Halt, hier kann man bei Ebbe sogar auf die Red Cliff Island Reef rüber. Wir wollten es jedoch nicht wagen, da man bei Flut nicht mehr trocken zurück kommt. Also kehrten wir wieder um. Beneidenswert hier gibt es massenweise Mangobäume. Nur schade, dass sie so viele der köstlichen Früchte am Boden verfaulen lassen. In einem kleinen Shop gönnten wir uns noch ein Eis als Erfrischung bevor wir zurück in unser Zimmer kehrten, wo wir dann unser Abendessen kochten.


20. Dezember 2018

KÄNGURUSTRAND  - CAPE HILLBOROUGH

Das Aufstehen frühmorgens um 04:00 Uhr hat sich trotz bewölkten Wetter gelohnt. Bereits beim Parkplatz von Cape Hillsborough begrüssten uns die ersten Wallabys. Am Strand selbst konnte man gut sehen, wo sich die Tiere befanden, da sie umzingelt waren von Touristen. Die beiden Kängurus waren ziemlich zahm, die Wallabys hingegen leider sehr ängstlich. Nach einigen Fotos kam der Wildhüter, um sie mit Spezialnahrung zu füttern und uns über die wichtigsten Verhaltensregeln zu informieren. Obwohl Kängurus sehr niedlich aussehen, sollte man genügend Abstand halten von ihnen. Wenn es ihnen nicht gefällt, können sie ziemlich zupacken. Trotz fehlendem Sonnenaufgang genossen wir das einzigartige Panorama mit den Kängurus am Strand. Da wir allerdings noch eine sehr lange Reise vor uns hatten, fuhren wir gegen 06:00 Uhr weiter. Vor der 806 km langen Reise suchten wir allerdings zuerst noch eine Tankstelle auf, da man in Australien nie genau weiss, wann die Nächste kommt. Genau so erging es einem anderen Touristen, den wir kurz darauf mit einem Benzinkanister der Strasse entlang laufen sahen. Bei uns verlief die fast neun stündige Autofahrt problemlos. Extrem wie viel unbewohnte Fläche es hier in Australien gibt. Gegen 16:00 erreichten wir Hervey Bay. Da wir für die nächsten drei Tage eine Tour auf Fraser Island geplant haben, suchten wir einen grösseren Supermarkt auf, bevor wir in der Unterkunft «Beach Motel» eincheckten. Zum Glück bleiben wir hier nur eine Nacht, denn als wir uns frisch machen wollten, kroch eine riesige Kakerlake über den Fussboden. Auch der Pool sah nicht gerade einladend aus. So begaben wir uns etwas früher als gedacht in die nächstgelegene Pizzeria. Der Italiener «Santini» lag nur fünf Gehminuten von unserem Hotel entfernt und wurde uns von der Empfangsdame empfohlen. Wir genossen eine köstliche Pizza und liessen den anstrengenden und langen Tag bei einem gemütlichen Eis ausklingen. Wir sind gespannt auf die Tour von morgen.


21. Dezember 2018

FRASER ISLAND

Heute ist der erste Tag unserer Fraser Island Tour. Da wir die Insel lieber auf eigene Faust erkunden wollten, hatten wir bei «Fraser Magic 4WD» ein Allradfahrzeug gemietet. Ein ausgewanderter Schweizer, der das Unternehmen seit 14 Jahren führt, gab uns eine kurze Einführung zur Handhabung von 4x4 Fahrzeugen im Sand. Er stellte uns ebenfalls eine Campingausrüstung sowie das Reiseprogramm für die nächsten zwei Tage zusammen. Wir schätzten gegenüber der Gruppenreise, dass wir zeitlich viel flexibler und selbständiger waren. Als wir nach 30 Minuten auf der Insel ankamen, wurde uns schnell klar, warum nur Allradfahrzeuge auf Fraser Island zugelassen sind. Von Beginn an fährt man hier auf weichem Sandboden. Wer ein abenteuerliches Offroad-Erlebnis erleben möchte, ist hier genau richtig. Wir werden in unserem Fahrzeug richtig durchgeschüttelt. Da man lediglich auf der Ostseite der Insel am Strand entlang fahren kann, muss man als erstes die Insel durchqueren. Nach ca. 16km erreichten wir die Westküste. Hier wagten wir uns auf den atemberaubenden, kilometerlangen Sandstrand. Wow! Was für ein Gefühl hier dem Strand entlang zu fahren. Es ist einiges angenehmer als das Offroad fahren im Inland, trotzdem muss man auf einige Sachen acht geben. Zum Beispiel auf die Tiefe der zahlreichen Wassergräben. Wir fuhren bis zu Rainbow Gorge, hier sollte es eine schöne Rundwanderung geben, die man uns empfohlen hatte. Ein schmaler Weg führte durch den Wald zu einer grossen Sandlandschaft. Wir folgten dem mit Pfeilen gekennzeichneten Weg bis zu den riesigen Sanddünen, wo aber der Weg plötzlich nicht mehr auffindbar war. So begaben wir uns auf den gleichen Weg zurück. Plötzlich zischte etwas im Gebüsch. «Eine Schlange!», rief Martin. Schnell liefen wir weiter, denn dies war schon etwas angsterregend. Wir waren froh, ohne weiteren Zwischenfall, wieder beim Auto angekommen zu sein. Unsere Fahrt ging weiter bis nach Happy Valley. Da wir langsam Hunger hatten, suchten wir ein schönes Plätzchen um zu picknicken. Eine äusserst freundliche Australierin teilte uns mit, dass der Lake Garawongera sehr empfehlenswert sei. Dieser liegt etwa 9 Kilometer im Landesinneren. Da die Strassen im Inland teilweise schwierig befahrbar waren, erreichten wir den See nach rund 30 Minuten. Der See scheint nicht sehr bekannt zu sein, denn wir waren fast alleine hier. Wir machten eine kurze Pause und genossen die Ruhe. Nachdem wir wieder nach Happy Valley zurück gekehrt waren, führte uns unsere Route weiter bis zum berühmten Maheno Schiffswrack. Im Jahr 1935 lief der ehemalige Luxusliner S.S. Maheno während eines für die Jahreszeit untypischen Zyklons an der Ostküste der Insel auf Grund. Viele Touristenbusse zieht es an diesen historischen Ort. Wahrscheinlich ist es inzwischen das Wahrzeigen von Fraser Island geworden, sich mit dem Wrack fotografieren zu lassen. Es ist ein schönes Fotomotiv und definitiv einen Besuch wert! Nun war es langsam an der Zeit den Campingplatz «Dundubara» aufzusuchen uns unser Zelt aufzuschlagen Mit diesen vielen Mücken und anderen gefährlichen Tieren wie bspw. Schlangen oder auch Spinnen ist es hier schon etwas ungewohnt im Freien zu übernachten. Wie wohl die Nacht sein wird? Wir sagens euch morgen …. J


22. Dezember 2018

Die erste Nacht im Zelt war sehr tüppig, so erwachten wir einige Male und rollten unsere Aussennetze rauf. Gegen 06:00 Uhr standen wir bereits auf. Da man nur bei Ebbe am Strand fahren sollte, assen wir noch gemütlich Frühstück. Die heutige Route führte uns an den nördlichsten Punkt der Insel; zu den Champagne Pools. Aufgrund der Flut während der Nacht war der Sandstand in den frühen Morgenstunden schwieriger zu befahren. Wir mussten uns den Weg durch den tiefen Sand stellenweise richtig suchen. Bei den Champagne Pools geniesst man eine atemberaubende Aussicht über die Insel und den weiten Sandstrand. Auf dem Rückweg machten wir einen Zwischenhalt bei Indian Head. Zu Fuss ging es hier einen schmaler Wanderweg hoch bis zum Aussichtspunkt. Was für eine Aussicht. Ein weiterer Abstecher machten wir bei Eli Creek. Je nach Wassertiefe kann man durch den idyllischen Frischwasserbach durchwaten, schwimmen oder sich auf einem Schwimmreif treiben lassen. Eine tolle Abkühlung auf dieser Insel. Da heute erneut Temperaturen um die 36 Grad herrschten, entschieden wir uns noch zwei weitere Liter Wasser einzukaufen. Stolze 6 AUD kostet hier eine Flasche Wasser. Im südlichen Dilli Village fuhren wir wieder ins Landesinnere. Der Weg zum nächsten Campingplatz ,Central Station‘  führte an drei Seen (Lake Boomanjin, Lake Benaroon sowie Lake Birrabeen) vorbei. An einem schönen Plätzchen schlugen wir für heute Nacht unser Zelt auf. Leider zog ein heftiges Gewitter über uns, so dass wir in unser Jeep flüchten mussten. Die Nacht verbrachten wir deshalb im Auto. 


23. Dezember 2018

Die zweite Nacht war ziemlich ungemütlich, dennoch konnten wir einige Stunden schlafen. Zum Glück haben wir heute einen gemütlicheren Tag am Lake McKenzie geplant. Da es am Morgen erneut zu regnen begann, räumten wir unser Zelt schnell zusammen und frühstückten im Auto. Wir stellten nach diesen beiden Nächten fest, dass die europäischen Campingplätze besser ausgestattet sind. Gegen 09:00 Uhr hörte es auf zu regnen und wir fuhren los. Mit dem weissen Sand und dem tiefblauem Wasser gehört der Lake McKenzie zu den grössten Attraktionen auf der Insel. Der Süsswassersee enthält nur Regenwasser und hat keine Verbindung zum Meer. Die Touristen werden deshalb darauf hingewiesen zuerst eine Abkühlung zu nehmen und sich erst danach einzucremen. Als die Sonne wieder zum Vorschein kam, sah man auch die ganze Schönheit dieses Sees. Da wir zur Hochsaison hier waren und natürlich jede Tour beim Lake McKenzie vorbei führt, war der Strand gegen Mittag ziemlich überfüllt. So brachen wir auf, um gemütlich nach Kingfisher Bay zu fahren, wo unsere Fähre zurück nach Harvey Bay fährt. Wie vermutet waren wir etwas zu früh, also schauten wir uns noch die riesige Hotelanlage an, die sie hier aufgebaut hatten. Ein kleiner Spaziergang führte uns zu einem Lookout. Dieser wurde aber erneut ziemlich ungemütlich, da wir auf riesige Spinnen trafen. Wir entschieden uns deshalb frühzeitig umzukehren. Dies war definitiv die richtige Entscheidung, da wir später in unserem Hotelzimmer lasen, dass drei der zehn giftigsten Spinnenarten in Fraser Island leben. Pünktlich um 17:00 Uhr fuhr die Fähre los. In Havey Bay angelangt, tankten wir das Auto und gaben es schadlos unserem Autovermieter zurück. Wir waren froh wieder in unserem normalen Wagen nach Maryborough zu fahren. In nur etwa 30 Minuten erreichten wir die Best Western Kimba Lodge und freuten uns sehnlichst über eine Dusche. Da es ziemlich dreckig war auf diese Insel, haben wir noch unsere Kleider gewaschen und stellten die Blogeinträge der letzten drei Tage auf die Website.


24. Dezember 2018

LONE PINE KOALA SENTUARY

Der erste Weihnachtstag stand heute bevor. Wir realisierten es erst, als wir einkaufen gingen. Der Supermarkt war, wie in der Schweiz ebenfalls üblich an Weihnachten, überhäuft mit Leuten, die noch ihre letzten Weihnachtsgeschenke einkaufen mussten. Ein äusserst beliebtes Weihnachtsgeschenk waren die berühmten Lindorkugeln. In diesem Sinne allen Leserinnen und Leser in der Schweiz frohe Weihnachten. Geniesst die Zeit mit euren Liebsten! Unsere Reise ging heute weiter nach Brisbane, wo wir die Lone Pine Koala Sentuary besuchten. Diese ist weltweit die erste und grösste Koala Sentuary mit mehr als 130 Koalas. Leider waren die Plätze, um einen Koala selbst zu halten bereits ausgebucht. Schade… Wir besuchten den Park dennoch. Da die Koalas im Durchschnitt 14 Stunden pro Tag schlafen, waren sie nicht gerade aktiv. Etwas lebhafter waren die knuffigen kleinen Koala Babys auf den Eukalyptusbäumen. Der Park besitzt rund 100 weitere Arten von einheimischen Tieren. So gibt es auch einen Streichelzoo der besonderen Art. Hier darf man Kängurus füttern und streicheln. Allerdings waren sie auch nicht gerade viele aktiver, da Kängurus eher nachtaktiv sind. Gegen 16:00 Uhr fuhren wir weiter zu unserer nächsten Unterkunft. Diese liegt in Surfers Paradise, bekannt für seine berühmte Skyline, sowie seinen kilometerlangen Sandstrand. Die Stadt ist nicht zu vergleichen mit den ruhigen Orten, bei denen wir bisher waren. Hierher kommen zahlreiche Touristen, um Partys zu machen, sogar auch an Weihnachten. Unser Hotel ist das Rhapsody Resort. Wir erhielten den Zimmerschlüssel 606, dieses Zimmer liegt im 6. Stock von insgesamt 41 Stockwerke. Trotzdem geniessen wir eine atemberaubende Aussicht von unserem kleinen Appartement auf den Sandstrand. Unser Appartement ist sehr luxuriös inkl. Waschmaschine und einer grossen Küche. Ein schöner Ort um Weihnachten in einem etwas anderen Rahmen, ohne Christbaum und Geschenke zu feiern. Für den zweiten Weihnachtstag, haben wir einen Ruhetag eingeplant, da das meiste geschlossen sein wird. Aber mal sehen, was der morgige Tag bringen wird.


25. Dezember 2018

SURFERS PARADISE

Was gibt es schöneres als mit einem ausgewogenen Frühstück mit Meerblick in den Tag zu starten? Von unserem Balkon aus schauten wir den Surfern beim Wellenreiten zu. Die Strandabschnitte sind, wie in Australien üblich, in Schwimmer- und Surfbereiche unterteilt. Für die Sicherheit sorgen die diversen Lifeguards auf ihren Rettungstürmen. Niedlich wie sie diese Türme weihnachtlich dekoriert hatten. Gegenüber der Schweiz sieht man ansonsten weniger Weihnachtsschmuck. Insbesondere fehlen uns jedoch die köstlichen, selbstgebackenen «Weihnachtsguetzli». Heute war am Strand besonders viel los, da die meisten Läden oder auch Attraktionen geschlossen hatten. Leider war die Aussichtsplattform des Q1 Towers ebenfalls zu. Dieser Wolkenkratzer ist mit 322.5 Metern der Höchste der südlichen Halbkugel. Wir entschieden uns trotzdem ins Stadtzentrum zu gehen. Einige Touristenläden aber auch Restaurants hatten trotz Feiertag geöffnet. Heute war ein guter Zeitpunkt um Souvenirs einzukaufen. Wie bei uns üblich kauften wir ein Magnet zur Erinnerung an Australien. In einem gemütlichen Strassencafé teilten wir einen Teller Potato Wedges. Über die Gasse gab es dann noch erfrischende Wassermelonen-Schnitze. Sommerfeeling pur und dies an Weihnachten. Wir spazierten der Strandpromenade entlang, wo viele an den gratis Barbecue-Stellen ihr Mittagessen zubereiteten. Toll, dass es solche Anlagen gibt, ohne dass Abfallberge entstehen. Ob so etwas in der Schweiz ebenfalls funktionieren würde? Wir zweifeln daran! Allgemein achten die Australier viel mehr auf die Umwelt und lassen praktisch keinen Abfall zurück. Dies ist uns ebenfalls bei den bisherigen Unterkünften aufgefallen. Die Hotelgäste werden aufgefordert ihren Abfall selbst bei einer der Sammelstellen zu entsorgen. Da die Temperaturen heute wieder deutlich über 30 Grad stiegen, kehrten wir gegen 14:00 Uhr zu unserem Hotel zurück, wo wir noch eine Abkühlung in unserem Hotelpool nahmen. Der Pool war etwas klein aber sehr sauber. Am Abend ging es wieder ins Stadtzentrum, um ein gutes Restaurant für unseren Weihnachtsschmaus zu finden. Das Hard Rock Café befindet sich mitten in Surfers Paradise. Wir hatten Glück und sie hatten noch Platz für zwei Personen, obwohl sie gemäss Webseite ausgebucht waren. Das Essen war wie immer hervorragend. Mit einer Bestellung eines speziellen Longdrinks, haben wir zusätzlich ein schönes Erinnerungsglas erhalten. Zurück im Hotel, suchten wir nochmals den 41.Stock auf, um die Skyline von Surfers Paradise bei Nacht zu bestaunen. Anschliessend begaben wir uns in unser Appartement, um unsere kleinen Weihnachtsgeschenke auszupacken, welche wir vom Hotelpersonal erhalten hatten. Bevor wir zu Bett gingen, planten wir noch das Tagesprogram von morgen Mittwoch. Es geht weiter Richtung Coffs Harbour. 



26. Dezember 2018

PURLING BROOK FALLS  und BYRON BAY

Die Küstenstadt Coffs Harbour liegt rund 320 Kilometer von Surfers Paradise entfernt. Auch wenn uns deshalb erneut eine längere Autofahrt bevorstand, entschieden wir uns noch einen Abstecher zum Purling Brook Fall zu machen. Dies bedeutet aber weitere 70 Kilometer, die wir mit unserem Mietauto zurück legen mussten. Es hat sich jedoch gelohnt! Der überwältigend schöne Regenwald des Springbrook National Parks gehört zu den Gondwana Regenwäldern und somit zu den ältesten Regenwälder in Australien und ist UNESCO Welterbe. Schon wenige Meter vom Parkplatz entfernt, kommt man zum ersten Lookout. Bereits hier sah man wie atemberaubend schön dieser Wasserfall ist. Wir begaben uns auf den 4km langen Purling Brook Falls Circuit. Diese ca. 1.5 stündige Rundwanderung führte mitten durch den Regenwald. Der Weg war hier sehr gut gekennzeichnet, so kamen wir ohne Probleme hinunter auf das Plateau. Von unten sieht der 106 Meter hohe einstufige Wasserfall noch viel beeindruckender aus. Leider war es auch hier verboten zu schwimmen. Auf der anderen Seite der Hängebrücke ging es dann wieder stetig durch den Wald bergauf bis zurück zum Picknick Bereich und  dem Parkplatz. Wir fuhren gleich weiter, da wir heute noch einen zweiten Stopp in Byron Bay geplant hatten. Dieser Ort wurde uns von zahlreichen Freunden empfohlen und wir wurden nicht enttäuscht. Byron Bay ist ein kleiner Badeort und ist aufgrund der großen und äusserst lang gezogenen offenen Bucht besonders bei den Surfern beliebt. Hauptsehenswürdigkeit ist jedoch das Cape Byron Light. Der im Jahr 1901 gebaute Leuchtturm liegt im östlichsten Punkt des australischen Festlandes. Auch wir besuchten diesen schönen Ort. Man hat eine wunderbare Weitsicht auf die Sandstrände. Das Wasser hier ist sehr klar und wenn man genau hinsah, konnte man sogar ein paar Meeresschildkröten sehen. Leider mussten wir aber auch bald wieder weiter, um noch den Rest unserer Autofahrt zurückzulegen. Gegen 19:00 Uhr erreichten wir Coffs Harbour. Unsere Unterkunft für diese Nacht ist das CoffsJetty Bed & Breakfast. Ein etwas älterer Mann begrüsste uns freundlich und sehr persönlich an der Haustür. Er zeigte uns unser Zimmer inkl. grossem Bad für diese Nacht. Wir schätzen wie liebevoll das ältere Ehepaar dieses B&B führt. Wir freuen uns schon auf das Frühstück morgen früh.



27. Dezember 2018

BIG BANANA und KOALA HOSPITAL

Wir starteten mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet in den heutigen Tag. Es hatte alles was das Herz begehrte! Dieses Bed&Breakfast würden wir jederzeit wieder buchen. Schade, dass wir nur für eine Nacht hier waren. Bevor wir Coffs Harbour verliessen, machten wir noch einen Halt beim Vergnügungspark „The Big Banana“. Die aus Beton gefertigte, begehbare Banane ist die grösste Banane der Welt und ein bekanntes Sujet bei Australien Reisenden. Grund für diese Banane ist die für diesen Ort bekannte Bananenplantage. Der Bananenanbau zählt zu einem der wichtigsten Industriezweige der Region. Wenn man der Ostküste entlang fährt, sollte man hier unbedingt einen Zwischenhalt einplanen. Neben einem riesigen Shop mit zahlreichen Bananen-Artikeln und einem gemütlichen Café gibt es hier diverse Freizeitaktivitäten wie bspw. Rodeln, Schlittschuhlaufen oder ein grosser Wasserpark. Wir machten hier eine kleine Tour, die uns über die Entstehung der Bananenplantage sowie deren Verkauf informierte. Nach einer kleinen Stärkung (natürlich eine Banane) fuhren wir zum Sealy Lookout, der lediglich 10 Autominuten vom Pacific Highway entfernt liegt. Wir genossen einen fantastischen Panoramablick über Coofs Harbour und den Hafen. Danach machten wir uns auf Richtung Port Maquarie, wo unsere nächste Unterkunft ist. Als wir einem Velofahrer auf der Autobahn begegneten, schauten wir uns etwas fragend  an. Aber hier gibt es tatsächlich einen Radweg entlang der Autobahn. Da wir schon etwas früh in Port Maquarie ankamen, besuchten wir noch das Koala Hospital. Hier findet täglich um 15:00 Uhr eine gratis Information Tour statt. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter sind in diesem Krankenhaus für Koalas beschäftigt. Interessant, was wir hier alles über diese Tiere erfuhren. Das Wort „Koala“ stammt aus der Sprache der Aboriginies und bedeutet „wenig trinken“. Koalas trinken Wasser, wenn der Wassergehalt der Eukalyptus-Blätter unter 65% fällt. Koalas schlafen durchschnittlich 18-20 Stunden pro Tag um Energie zu sparen. Die Gründe für die Behandlung von Koalas in diesem Spital sind hauptsächlich Autounfälle. Aber auch nach Waldbränden werden viele Koalas mit Brandverletzungen eingeliefert. Einige der Koalas leiden auch unter der häufig auftretenden Krankheit „Chlamydien“. Unbehandelt kann diese Krankheit zum Erblinden, zu Unfruchtbarkeit und letztlich zum Tod des Koalas führen. Das Koala Hospital in Port Maquaire hält den Weltrekord für den ältesten Koala. Ein Weibchen namens „Birthday Girl“, das 2011 im Alter von sagenhaften 25 Jahren verstarb. Durchschnittlich werden die Weibchen zwischen 15 – 18 Jahre alt und die Männchen zwischen 10-15 Jahre alt. Gegen 16:30 Uhr verliessen wir das Koala Hospital und checkten in unserer Unterkunft „Waters Edge Port Macquarie“ ein. Das Hotel ist bereits etwas in die Jahre gekommen, so gibt es bspw. keinen Fahrstuhl und wir mussten den Koffer in den 2. Stock hochtragen. Wir entschieden uns in einem lokalen Restaurant Abend zu essen. 



28. Dezember 2018

Bago MAZE

Heute machten wir einmal einen Ausflug der etwas anderen Art. Nachdem wir die ersten Schwierigkeiten mit Google Maps und der offline Karte gelöst hatten, fuhren wir los zum Weingut Bago. Neben einer Degustation der Weine gibt es hier zwei verschiedene Labyrinthe. Das Erste, ein Heckenlabyrinth ist mit 10‘000 Quadratmeter das Grösste in New South Wales. Ziel ist nicht nur aus dem Irrgarten herauszufinden, sondern die versteckten Gegenstände in den Hecken zu finden. Ebenfalls waren zwei Aussichtstürme Bestandteil dieses Labyrinths. Eine gute Möglichkeit um ein paar tolle Fotos zu schiessen. Nach einer knappen Stunde fanden wir auch den letzten Gegenstand und somit begaben wir uns zum Ausgang. Das zweite Labyrinth ist in einem Maisfeld und deshalb nur für einen Monat offen. Wir hatten also Glück, denn es öffnete vor zwei Tage. Das Ziel in diesem Labyrinth war die vier verschiedenfarbigen Pfosten zu finden. Dieses Labyrinth, welches einem Labyrinth in der Schweiz glich, war unserer Meinung nach einfacher. Wir brauchten eine knappe halbe Stunde, um den richtigen Weg zu finden. Trotz des hohen Spassfaktors waren wir froh den richtigen Weg schnell gefunden zu haben, denn die Sonne drückte immer mehr. Dies merkten wir auch im Auto, als wir das Weingut verliessen und nach Newcastle fuhren. Das Thermometer stieg und stieg, bis teilweise auf die 40 Grad! Gut, dass wir eine gut funktionierende Klimaanlage hatten. Dennoch waren wir froh unser Zimmer im Hotel „Best Western Plus Appolo“ bereits am frühen Nachmittag zu beziehen. Die Hitze machte uns sehr müde, so ruhten wir uns etwas aus. Nur 10 Gehminuten entfernt liegt das Einkaufszentrum „Charlestown Square“. Wegen der Hitze war dies ein guter Ort, um trotzdem noch etwas zu unternehmen. Zurück im Hotel machten wir uns frisch, und genossen ein feines Abendessen im Hotel eigenen Restaurant. Bevor wir zu Bett gingen, planten wir noch unseren Aufenthalt in Sydney. 


28. Dezember 2018

SYDNEY

Mit der letzten Strecke von Newcastle nach Sydney, erreichten wir ein grosses Zwischenziel unserer Australien-Reise. Nach einer sagenhaften Strecke von insgesamt über 3100km während vierzehn Tagen sind wir am Flughafen von Sydney, dem Rückgabeort unseres Mietautos angekommen. Die Rückgabe verlief schneller als zuvor angenommen. Wir konnten das Auto in einwandfreiem Zustand zurück geben. Vom Flughafen nahmen wir den Zug zu unserem Hotel „Meriton Suites“, wo wir die nächsten vier Nächte verbringen werden.  Das frühzeitige Buchen hat sich ausbezahlt, denn wir erhielten ein wunderschönes Appartement im 52. Stock. Die Aussicht hier oben ist fantastisch! Aber nicht nur das, wir haben ebenfalls einen kleinen Küchenbereich und eine Waschmaschine. So konnten wir unsere Wäsche wieder einmal vernünftig waschen. Da wir unser Zimmer bereits gegen Mittag beziehen konnten, begaben wir uns am Nachmittag auf Sightseeing. Die Stadt mit über 5 Millionen Einwohner hat vieles zu bieten. Wir bummelten durchs Stadtzentrum bis zum Wahrzeichen von Sydney, dem Opernhaus. Der Bau der Oper sprengte jeglichen Rahmen: nicht nur kostete er 102 Millionen Dollar, statt der veranschlagten 7 Millionen, er dauerte auch 14 Jahre um die Oper fertigzustellen. Die Architektur dieses Gebäude ist aber einmalig. Auch uns gefällt diese einmalige Kulisse mit der Oper vor der 503 Meter langen Harbour Brigde, welche Sydneys Norden mit dem Süden verbindet. Die ersten Vorkehrungen für das Neujahrsfeuerwerk werden bereits getroffen, so waren gewisse Bereiche abgesperrt.  Wir suchten uns dennoch ein schönes Plätzchen, um das Opernhaus in Kombination mit der Harbour Bridge zu fotografieren. Leider stand die Sonne dafür ziemlich schlecht. So entschlossen wir uns morgen früh aufzustehen, um ein tolles Bild bei Sonnenaufgang zu machen. Auch heute herrschten wieder Temperaturen um die 36 Grad, so kehrten wir zu unserem Hotel zurück. Sydney ist nach Singapur, Paris, Oslo, Zürich die fünft teuerste Stadt.

Wir entschlossen uns deshalb noch in einem Supermarkt einkaufen zu gehen, um einige Male selbst zu kochen. Heute allerdings wollten wir für das Nachtessen wieder einmal zu einem Italiener. Wir hatten das Restaurant schon bei der Anreise entdeckt, und sahen dort die feinen Holzofenpizzas. Der Eindruck täuschte nicht. Die Speisekarte war sehr vielfältig und das Essen ziemlich üppig. So kehrten wir mit vollen Mägen in unser Hotelzimmer zurück, wo wir uns über die weiteren Highlights von Sydney informierten. 


30. Dezember 2018

Als der Wecker heute um 4:30 Uhr klingelte, wollten wir uns beide am liebsten nochmals umdrehen und weiterschlafen. Angesichts des bevorstehenden Jahresende war heute jedoch der beste Tag, um das Opernhaus und die Harbour Bridge bei Sonnenaufgang abzulichten. Morgen wird es bestimmt schwieriger sein mit dieser monströsen Menschenmenge. Daraufhin liefen wir kurz nach 05:00 Uhr los in Richtung Opernhaus. Wir waren beinahe die Einzigen, die um diese Uhrzeit bereits unterwegs waren. Beim Opernhaus angelangt, stellten wir fest, dass es noch viel zu früh war, für den Sonnenaufgang. Die Sonne lies auf sich warten. Erst gegen 7 Uhr kamen die ersten Sonnenstahlen durch den bewölkten Morgenhimmel. Wir nutzten diese Minuten, um einige Fotos mit tollen Lichtverhältnissen und einer atemberaubenden Kulisse zu schiessen. Es hat sich wirklich gelohnt, denn zu keiner anderen Tageszeit bekommt man so ein menschenleeres Opernhaus vor die Linse. Da wir gestern bereits ein Ticket für den Sydney Tower Eye ergattern konnten, begaben wir uns pünktlich um 9 Uhr zum Eingang des Aufzugs zum Observation Deck. Auch hier lohnte es sich früh Morgens hinzugehen. So konnten wir als eine der Ersten die wunderbare Weitsicht über Sydney geniessen. Gestern Nachmittag beispielsweise, musste man für dieses Vergnügen über eine Stunde anstehen. Mit seinen 309 Meter Höhe ist der Turm einige Zentimeter höher als der Eiffelturm in Paris. Zurück im Hotel machten wir ein gemütliches Frühstück, genossen die Aussicht und planten unsere nächsten Ziele. Wir entschlossen uns das Katzen Café „Catmosphere Cat Cafe“ aufzusuchen. Rund 20 Gehminuten von unserem Hotel entfernt mussten wir jedoch mit Bedauern feststellen, dass dies für heute bereits ausgebucht war. Da der Eintritt für eine halbe Stunde sagenhafte 24 AUD pro Person kostete, entschieden wir uns gegen den Besuch des Café. Die beste und liebevollste Katze wartet so oder so bei uns zu Hause in Pfäffikon J. Herzlichen Dank in diesem Sinne fürs Katzensitten liebe Nicole, Dani & Lena.So mussten wir umorganisieren und entschieden uns für eine weitere Erkundungstour quer durch Sydney. Diesmal ging es via Pyrmont Bay und dem Sydney Observatory Hill Lookout bis zur Harbour Bridge, wo wir noch auf den Pylon Lookout wollten. Als wir dort ankamen war es leider schon etwas zu spät. Der Lookout hatte bereits geschlossen. Nichts desto trotz nahmen wir heute viele positive Erinnerungen an mit. Beinahe 20 Kilometer legten wir zu Fuss zurück. Den Abend wollten wir deshalb etwas ruhiger angehen. Um dem Rummel in der Stadt aus dem Weg zu gehen, kochten wir in unserem Appartement. Wir genossen die Zeit und die Ruhe auf unserem Hotelbalkon. Nun sind wir gespannt, wie der morgige Tag in Sydney sein wird.


31. Dezember 2018

HAPPY NEW YEAR!

Über 1.5 Millionen Besucher wurden heute erwartet, um eines der grössten und bekanntesten Feuerwerke zum Jahresende in Sydney zu bestaunen. Da wir bereits ein Ticket im Vorfeld gekauft hatten, konnten wir den heutigen Tag etwas ruhiger angehen als viele andere. Wir schliefen deshalb etwas länger. Weil die meisten Attraktionen zu weit von unserem Hotel entfernt lagen, suchten wir die umliegenden Shops auf. Gegen 13:00 Uhr kehrten wir nochmals kurz in unser Hotel zurück, um uns frisch zu machen und einzucremen, denn am Nachmittag schien die Sonne. Wir dachten zum Glück ist es nicht ganz so heiss wie im letzten Jahr. Das Thermometer zeigte lediglich 32 Grad an. Da die Tore zum „Royal Botanic Garden“ erst um 19:00 Uhr öffneten, hiess es geduldig sein und warten in der prallen Sonne. Als das Tor endlich aufging, strömten die 10‘000 Besucher rein. Da wir schon früh anstanden konnten wir uns ein sehr schönes Plätzchen in der ersten Reihe ergattern. So hatten wir keine anderen Leute vor uns, und hatten die perfekte Sicht auf das Opernhaus und die Harbour Brücke. Wir richteten unser Plätzchen ein, holten unsere Picknick-Boxen und freuten uns auf einen tollen Abend. Noch! Denn kaum hatten wir uns gemütlich eingerichtet, zog ein heftiges Gewitter über uns. Mit dem hatten wir und viele weitere Besucher definitiv nicht gerechnet. Völlig durchnässt machten wir uns auf die Suche nach einer der äusserst begehrten Regenpelerinen. Dies zeichnete sich jedoch schwieriger ab, als erwartet. Obwohl wir bereits völlig durchnässt waren, waren wir froh sie gefunden zu haben. Sie schützte zum Glück auch gegen Kälte und den kühlen Wind. Punkt 21:00 Uhr gab es ein kleines Familienfeuerwerk für die Kids, welche nicht so lange wach bleiben können oder dürfen. Für das grosse Highlight mussten wir also noch weitere drei Stunden ausharren. Diese fühlten sich noch viel länger an, denn trotz Pelerine hatten wir durch den Wind und die nassen Kleidern ziemlich gefroren. Leider konnten wir das Gelände auch nicht mehr verlassen, um uns im Hotel kurz umzuziehen. Schade. Dann war es aber endlich soweit! Der Countdown läutete das neue Jahr ein. 3… 2.. 1… und das Feuerwerk begann mit einem grossen Sydney Schriftzug über der Harbour Bridge. Es war gigantisch, überall knallte es und man wusste nicht genau, wo man hinschauen sollte. Allerdings, nach nur zwölf Minuten war das Spektakel bereits wieder vorbei. Wir fragten uns, ob es dies bereits gewesen war? Es sah ganz danach aus. Kurz aber heftig, so lautet unser Fazit zu diesem Feuerwerk. Wir hatten uns dies etwas länger vorgestellt, weshalb wir eine zwiespältige Meinung haben. Einerseits war es toll dieses Spektakel einmal live gesehen zu haben, andererseits würden wir kein zweites Mal so viel Geld dafür ausgeben. Wir waren froh als wir endlich im Zimmer (5203) waren und unsere nassen, unbequemen Kleider ausziehen konnten. Bevor wir zu Bett gingen, schickten wir noch gute Neujahrswünsche in die Schweiz.


1. Januar 2019

Da wir von den letzten Tagen ziemlich müde waren, erwachten wir etwas später als sonst. Um 09:00 Uhr genossen wir ein weiteres schön angerichtetes Frühstück auf unserem Hotelbalkon. Die wichtigsten Strassen von Sydney hatten wir mehr oder weniger erkundigt, weshalb wir für heute eine Bootstour an die umliegenden Stränden und Sehenswürdigkeiten gebucht hatten. Das Kombi-Ticket mit Eintritt in den Toronga-Zoo kostete lediglich 9 AUD mehr als die reguläre Fahrt mit der 48h hop-on / hop-off Ferry. Wir entschieden uns deshalb auch noch die Tiere des Toronga Zoos zu besuchen. Kurz vor Mittag legte unsere „Fast Ferry“ an der Station Toronga an. Ein kleines „Gondeli“ führt die Besucher zum Eingang des Zoos. Da wir leider nicht die Einzigen waren, die bei strahlend blauem Himmel und heissen 35 Grad in den Zoo wollten, mussten wir anstehen. Es ging jedoch schneller als gedacht. Die Fahrt mit dem Gondeli war besonders, da die Seilbahn nicht wie üblich über die Skipiste, sondern direkt über den Zoo führt. So konnten wir ein erstes Mal die Grösse dieses Zoos von oben betrachten. Da wir nicht den ganzen Tag im Zoo verbringen wollten, besprachen wir welche Tiere wir unbedingt sehen möchten. Als erstes machten wir uns auf den traditionellen Australien Rundgang. Natürlich sind hier auch wieder die Klassiker, wie Kängurus, Koalas, Wombat aber auch die giftigen Spinnen wie z.B die „Sydney funnel-web spider“ vertreten. Der Zoo ist sehr schön gestaltet, und hat eine tolle Lage, so gibt es viele Aussichtspunkte, bei denen man einen direkten Blick auf die Skyline von Sydney hat. Als wir bei den Seelöwen vorbeikamen, stürmten zahlreiche Leute in das „Seal Theater“, wo jeweils um 14:00 Uhr eine 20-minütige Show stattfindet. Wir beschlossen uns diese ebenfalls anzuschauen und um Zeit zu sparen, picknickten wir gleichzeitig. Die Show war sehr unterhaltsam und gespickt mit Luftsprüngen und anderen akrobatischen Einlagen. Da wir die Nachmittagsfähre nach Manly erwischen wollten, hatten wir danach nur noch wenig Zeit um durch den Zoo zu flanieren. Dank einem kurzen Sprint erreichten wir die Fähre doch noch. „Seven Miles from Sydney, but a Thousand Miles from Care“ ist der Slogan von Manly. Wir spürten definitiv, dass das Leben hier noch wesentlich entspannter ist als in der Grossstadt. Dieser Stadtteil mit etwa 15‘000 Einwohnern ist wegen seines langen Ozeanstrandes und der gleichmässigen, vor allem bei Surfen beliebten Wellen über die Grenzen Australien hinweg bekannt. Wir liefen der Strandpromenade entlang und schauten den Surfern beim Wellenreiten zu. Weiter südlich kommt man zu einem von Wellen geschützteren Sandstrand, dem Shelly Beach. Dieser ist sehr beliebt zum Tauchen und Schnorcheln. Wir folgten dort einem Wanderweg, der uns zu zwei Aussichtspunkten führte. Beim letzten, waren aber wieder einmal viele Spinnen anzutreffen, weshalb wir uns dort nur für kurze Zeit aufhielten. Es war aber so oder so an der Zeit, um zum Hafen zurück zu kehren, denn wir wollten die Fähre, welche genau bei Sonnenuntergang in den Hafen von Sydney einfährt, erwischen. Wie atemberaubend die Skyline von Sydney bei Sonnenuntergang aussieht, sieht ihr auf dem Foto. Wir empfehlen allen Reisenden, die Sydney während den Sommermonaten besuchen, diese Fähre zurück zu nehmen. Mit etwas müden Beinen und um viele Eindrücke reicher, kehrten wir zu unserem Hotel zurück, wo wir das letzte Mal kochten. 


2. Januar 2019

Den letzten Tag in Sydney genossen wir nochmals in vollen Zügen. Trotz des bewölkten Wetters am Vormittag zog es uns erneut an die Harbour Bridge, welche 1932 offiziell eröffnet wurde. Anstelle des berühmten Bridge Climb, welcher im Jahr 2018 zur #1 Experience in Australia erkoren wurde, entschieden wir uns für den normalen 503 Meter langen Fussweg. Unterwegs machten wir einen kurzen Zwischenhalt beim „Pillon Outlook“, wo wir die 200 Treppenstufen in Angriff nahmen. Oben angelangt wurden wir mit einer grandiosen Aussicht auf das Opernhaus sowie den Bridge Climb belohnt. Der Bridge Climb wäre bestimmt sehr eindrücklich gewesen. Aufgrund des stolzen Preises von über 300 AUD pro Person entschieden wir uns jedoch dagegen. Das Geld war es uns nicht wert, um in der prallen Sonne mit 100 anderen Touristen die Brücke im Schneckentempo hoch und wieder runter zu kraxeln. Ein weiterer Faktor, der zu unserer Entscheidung geführt hatte, war dass das Fotografieren sowohl mit dem Mobile Phone als auch mit einer Kamera strengstens verboten ist. Auf der nördlichen Seite Sydneys waren deutlich weniger Touristen anzutreffen, kaum jemand nahm den Weg über die Brücke auf sich. Aber es lohnte sich, denn hier findet man einige der besten Aussichtspunkte auf die Stadt. „Marry booth lookout“, „Milsons Point“ aber auch direkt neben dem bei Kindern beliebten Freizeitpark „Luna Park“ gehörten zu den besten Fotospots die wir in Sydney gefunden hatten. Ein schöner Abschluss in Sydney, denn leider mussten wir heute bereits wieder weiterreisen. Nachdem wir unsere Koffer im Hotel geholt hatten, ging es weiter mit dem Zug zu den Blue Mountains. Die zweistündige Fahrt bis nach Katoomba war wenig spektakulär. Hier übernachteten wir die nächsten zwei Nächte im Motel „3 Sister’s“. Natürlich war dies kaum vergleichbar mit dem Appartement, welches wir die letzten Nächte in Sydney hatten. Trotz des kleinen Raums war es sehr heimisch eingerichtet und sauber. Als wir den Reiseblog des gestrigen Tages fertig geschrieben hatten, war der Hunger bereits spürbar. Die Restaurants liegen ca. 1.5km von unserem Motel entfernt. Da die Restaurant in Katoomba alle bereits um 21:00 Uhr schliessen, hatten wir grosses Glück, dass wir noch kurz davor das Lokal René’s Pizza aufgesucht hatten. Weitaus länger haben die Supermärkte offen (bis Mitternacht). Also holten wir noch eine Verpflegung für die morgige Tour. Hier hatten wir nochmals Action pur, denn während dem Einkaufen brach plötzlich der Evakuations-Alarm aus. Da die Mitarbeiter jedoch sehr ruhig blieben, brach zum Glück keine Panik aus. Es stellte sich schnell als Fehlalarm heraus. Die Feuerwehr von Katoomba hatte den Weg zum Supermarkt aber bereits gefunden und sie konnten den Alarm abstellen. Da Katoomba auf einer Höhe von 1017 Meter über Meer liegt, war es am Abend deutlich kühler, so waren wir froh, war dieses Hotel mit einer etwas wärmere Decke anstelle einer normalen Bettlacke ausgestattet. Bevor wir zu Bett gingen, studierten wir noch die Sightseeing Broschüren von den Blue Mountains, da wir lediglich einen Tag hier verbringen werden. 



3. Januar 2019

BLUE MOUNTAINS

Die Unternehmungsmöglichkeiten in den Blue Mountains sind nahezu unbegrenzt. Wir hatten für heute eine längere Tour zu den „Three Sisters“ und dem umliegenden Blue Mountain Nationalpark geplant. Da es ziemlich bewölkt und sehr kühl war, entschieden wir uns für lange Hosen und einen Pullover. Wir hatten gelernt und packten vorsichtshalber auch den Regenschutz ein. Nach einem kurzen Fussmarsch von lediglich 10 Minuten trafen wir bei der Aussichtsplattform Echo-Point ein. Er ist der Startpunkt für zahlreiche ausgezeichnete Naturwanderwege. Aufgrund des dicken Nebels, der uns leider die Sicht auf die berühmten „Three Sisters“ verdeckte, entschieden wir uns direkt loszulaufen. Bei den „Three Sisters“ angelangt, machte das Wetter etwas auf und die Sonne kam immer mehr zum Vorschein. Über den „Giant Stairway“, welcher mehr als 800 Stufen hatte, gelangten wir auf den Talboden am Fusse der „Three Sisters“. Von hier aus folgten wir dem „Federal Pass Walking Track“ quer durch den Regenwald. Wir passierten Bäche, Wasserfälle, Schluchten und steile Klippen. Nun erreichten wir den touristischen Teil des Nationalparks, den Scenic World Walkway. Der Grund, dass dieser Teil so überlaufen ist, sind zwei grosse Gondeln und eine Standseilbahn, welche es allen möglich macht hierhin zu kommen. Hier führt ein breiter Holzsteg die Touristen durch den Regenwald. Für die Kinder gibt es eine Entdeckungstour mit Dinosauriern. Uns ist es hier etwas zu touristisch. Da man für eine Fahrt mit der Seilbahn lange anstehen musste, entschieden wir uns für den sportlichen Weg über die „Furber Steps“. Eine sehr schöne Route mit vielen Aussichtpunkten auf die „Katoomba Falls“. Oben angekommen, waren wir leider wieder unter den Hunderten von Touristen. Hier folgten wir dem „Prince Henry Cliff Walk“, dieser war aber nur wenig spektakulär. Unsere Rundwanderung endete nach sieben Stunden wieder bei der Aussichtsplattform Echo-Point. Der Nebel hatte sich zwischenzeitlich verzogen und wir hatten, wie viele andere Touristen eine gute Aussicht auf die Felsformation „Three Sisters“. Wie in den Bergen üblich hörten wir ein Gewitter aufkommen. Wir waren keine fünf Minuten zurück in unserem Zimmer, da fing es auch gleich an zu regnen. Glück gehabt... JWir kümmerten uns heute etwas früher um den Tagebuch Eintrag. Nach einem köstlich Essen packten wir unseren Rucksack für die nächsten drei Tage. Es geht mit dem Flugzeug der Airline Jetstar von Sydney nach Ayers Rock, wo wir an einer dreitägigen Tour teilnehmen werden. Trotz der zu erwartenden Hitze sind wir gespannt auf unser nächstes Abenteuer im Herzen Australiens.



4. Januar 2019

"THE ROCK TOUR" - AYERS ROCK (ULURU) / KATA TJUTA / KINGS CANYON

Die 1.5 Kilometer bis zum Bahnhof in Katoomba waren mit dem Gepäck in den frühen Morgenstunden doch ganz schön anstrengend. Es war aber bestimmt nicht das letzte Mal, das wir für heute geschwitzt hatten. Der Zug verliess Katoomba bereits um 05:56 Uhr, so genossen wir die Frühfahrt nach Sydney bei Sonnenaufgang. Gegen 08:00 Uhr trafen wir am Domestic Airport in Sydney ein, wo der Flieger der Airline Jetstar pünktlich um 10:30 Uhr abhob. Die Flugzeit nach Ayers Rock dauerte knappe 3.5 Stunden. Am Flughafen in Ayers Rock angelangt, spürten wir die enorme Hitze. Da es ein sehr kleiner Flughafen ist, ging es zu Fuss von der Landebahn einige Meter zum klimatisierten Aufenthaltsraum, wo unser Tourguide Damian für die nächsten drei Tage auch bereits auf uns wartete. Mit einer Gruppe von 22 Leuten, wobei mehrheitlich Deutsche mit dabei waren, ging es dann los in Richtung Ayers Rock. Der Guide machte uns beim Eingang zum Nationalpark mit den wichtigsten Verhaltensregeln vertraut. Da hier im Sommer Temperaturen von über 45 Grad herrschen, ist es extrem wichtig, dass man pro Stunde einen Liter Wasser trinkt. So machten wir noch einen ersten Stopp bei einer Tankstelle, damit alle mindestens drei Liter Wasser mit dabei hatten. Im Nationalpark gab es zum Glück jede Menge Auffüllstationen, über die wir alle sehr froh waren. Beim Ayers Rock angelangt begaben wir uns zu Fuss auf den drei Kilometer langen Pfad entlang des Ayers Rock. Der Schweiss lief nur so hinunter und bereits nach wenigen Metern waren wir pflotschnass. Der Boden war sogar so heiss, dass die Sohlen der Nike Schuhe ablösten. Kein Wunder die Temperatur ist zwischenzeitlich auch auf unglaubliche 48 Grad angestiegen! Etwas angenehmer wurde es erst, als die Sonne für kurze Zeit hinter den Wolken verschwand. Währenddem die anderen mit dem Bus zum nächsten Parkplatz fuhren, nahmen wir zu fünft die nächsten zwei Kilometer in Angriff. Der Weg war sehr schön, wenn da nicht die enorme Hitze gewesen wäre!! So fühlten sich die letzten 500 Meter an wie fünf Kilometer! Als wir in den Bus eingestiegen waren, merkten wir wie fest wir wirklich schwitzen, denn draussen war der Schweiss im Nu verdunstet. Gegen 16:00 Uhr trafen wir im Visitor Center ein, wo wir rund eine Stunde Zeit hatten, um uns etwas abzukühlen und uns mit der Geschichte des Ayers Rock auseinander zu setzen. Auch für das Gehirn war es jedoch fast zu heiss, um Dinge aufzunehmen und zu verarbeiten. Das Abendessen genossen wir bei Sonnenuntergang mit Blick auf den Ayers Rock. Für die Nacht ging es weiter zu einem Campground. Der Tourguide instruierte uns, wie man einen Biwaksack richtig nutzt. Pfadistimmung und Lagerleben kam auf… wie ich dies vermisst hatte! Die Temperaturen in der Nacht sind etwas angenehmer, im Sommer liegen sie aber trotzdem noch bei fast 25 Grad. Das wir bestimmt eine warme Nacht … 


5. Januar 2019

Nach einer sehr kurzen Nacht unter freiem Himmel weckte uns der Tourguide um 04:15 Uhr, damit der Bus pünktlich um 05:00 Uhr los fahren konnte. Im Bus erzählten wir unsere Erlebnisse der vergangenen Nacht. Wir fanden es sehr schön direkt unter dem Sternenhimmel in einer sehr ruhigen Umgebung einzuschlafen. Wegen dem aufwirbelnden Sandstaub bei diesem zügigen Wind entschieden wir uns jedoch nach rund zwei Stunden unter das Dach zu zügeln. Dies stellte sich später jedoch als Fehlentscheidung heraus, denn dort lagen wir direkt in einer Ameisenstrasse, die uns ziemlich den Schlaf raubte. Am selben Plätzchen, wie wir gestern Abend gegessen hatten, mit bester Sicht auf den Ayers Rock, richteten wir uns fürs Frühstück ein. Leider hatten wir heute kein Wetterglück und der Ayers Rock erstrahlte nicht im Glanz der Sonne. Dicke Wolken standen davor. Um 06:30 Uhr ging es dann auch bereits wieder weiter zum Kata Tjuta, wo wir den 4km langen Valley of the Wund Walks machten. Hier gibt es zwei Lookouts. Obwohl der Guide uns eine atemberaubende Weitsicht beim zweiten Aussichtspunkt versprach, waren wir beide nicht besonders überwältigt. Was uns mehr beeindruckte war, dass in dieser trockenen Wüste auch Pflanzen wachsen und Tiere leben. Da wir früh unterwegs waren, waren die Temperaturen bei dieser kurzen Wanderung mit „nur“ 30 Grad noch sehr angenehm. Es sollte heute aber noch auf ca. 38 Grad ansteigen, daher machten wir unsere Mittagspause bei einem kleinen Schwimmbad. Eine tolle Abkühlung im Herzen Australiens. Dazu machten wir Fajitas zum Mittagessen. Was gibt es schöneres! Wir waren alle etwas gezeichnet von letzter Nacht, weshalb die Weiterfahrt bis nach Kings Creek Station sehr ruhig verlief. Ausser einem 15-minütigen Zwischenhalt bei einer roten Sanddüne, wo wir einige spektakuläre Fotos mit dem roten Sand schossen, gab es nicht viel nennenswertes zu berichten. Auf den kilometerlangen Strassen gibt es weder Häuser, Cafés noch Tankstellen, links und rechts ist einfach nur Wüste. Hier möchte man definitiv keine Autopanne haben. Nach einer rund vier stündigen Autofahrt trafen wir auf unserem nächsten Campingplatz ein. Bevor wir unseren Schlafplatz einrichteten, genossen wir einen idyllischen Sonnenuntergang und eine warme Dusche. Auch wenn die Dusche für eine Erfrischung bei dieser Hitze etwas kühler hätte sein können, war es dennoch ein gutes Gefühl wieder frisch zu sein. Zum Abendessen genossen wir ein Chili Con Carne mit gekochtem Gemüse und selbstgebackenen Brot über dem Lagerfeuer. Da uns morgen erneut ein langer Tag im Red Centre von Australien bevorsteht, schlüpften wir bereits um 22:00 Uhr in unseren Swag. 



6. Januar 2019

Nach einem kurzen aber relativ tiefen Schlaf wurden wir erneut um 04:00 Uhr morgens geweckt. Wir hatten 45 Minuten Zeit um zusammen zu packen und zu frühstücken, damit wir pünktlich losfahren konnten. Es ging 40 Kilometer weiter zum Kings Canyon. Dort angekommen, machten wir uns auf zum Kings Canyon Rim Walk. Die Wanderung bei Sonnenaufgang führte uns an der Kante der Felsschlucht entlang. Ein schöner Rundweg, der viele Facetten bot; vom ältesten Baum, der über 400 Jahre alt ist, über verschiedene Steinformationen bis hin zu Touristen, welche hier beim Selfie schiessen verunglückt waren. Gegen 9 Uhr waren wir zurück beim Startpunkt, wo wir noch einige kleinere Snacks assen, bevor wir die rund 4 stündige Weiterfahrt nach Alice Springs in Angriff nahmen. Die Fahrt im klimatisierten Bus war erneut sehr ruhig. Wir verarbeiteten das Erlebte und gönnten uns ein Powernap. Rund 233 Kilometer von Alice Spring entfernt, machte unser Tourguide plötzlich kehrt. Er hatte einen verletzten Vogel inmitten der Strasse gesehen. Es war ein „Twany frogmouth“ (Eulenschwalm) den er sanft von hinten aufhob und dann zu uns ins Auto brachte. Er nahm ihn mit nach Alice Springs um ihn ins Wildlife Rescuecenter zu bringen. Bewundernswert wie er sich um den Kleinen kümmerte. In seinem T-Shirt eingebunden und eng an seinen Körper gewickelt fuhr er weiter. Seine Faszination für Tiere merkte man auch vergangene Nacht, als er auf der Suche nach Schlangen war, um einige spektakuläre Fotos zu schiessen. Dann passierte es auch und die Schlange packte zu und biss ihn in seine Hand. Ein verrückter Typ dieser Damian! Es war an der Zeit unseren Lunch zu essen, also machten wir eine kurze Pause beim Erldunda Roadhouse. Eine der wenigen Tankstellen hier in der Wüste. Nebenbei liegt ein grosses Motel mit einer kleinen Poolanlage. Da es heute nicht ganz so heiss war, wie die letzten zwei Tage, verzichteten wir auf das kühle Nass und suchten stattdessen ein Schattenplätzchen auf. Anschliessend nahmen wir die letzten Kilometer in Angriff. Um ca. 04:00 Uhr erreichten wir Alice Springs. Am Ortsschild machte unser Guide einen letzten Halt, um ein abschliessendes Gruppenfoto zu machen. Danach fuhr er alle Hotels und Jugendherbergen ab, um die Leute einzeln abzuladen. Unsere Unterkunft ist das Mercure Alice Springs Resort, welches in der Nähe des Zentrums liegt. Die sehr spannende und actionreiche Tour war somit zu Ende. Noch nicht ganz, denn „The Rock Tour“ führt in der Stadt eine eigene Bar inklusive Restaurant. Für Teilnehmer gab es dort heute Abend Spezialrabatt auf das Nachtessen. Wir nutzen dies gleich, denn so mussten wir auch kein anderes Restaurant suchen und hatten später auch noch Zeit unseren Reiseblog der letzten drei Tage fertig zu schreiben. Morgen geht es bereits wieder weiter nach Adelaide, wo wir unseren Camper abholen, um unser letztes Etappenziel Melbourne anzusteuern. Da wir diese Route noch nicht durchgeplant hatten, werden ein paar spontane Tage auf uns zukommen lassen. Wir sind gespannt, wo die Reise uns hinführt.



Martin Fröhlich

Bachtelstrasse 37

8330 Pfäffikon ZH

 

martinfroehlich@me.com


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